Datum: 19. Mai 2021
Alarmzeit: 17:26 Uhr
Alarmierungsart: Sirene, SMS
Art: Brandeinsatz 
Einsatzort: Fröschnitz SBT 2.1
Mannschaftsstärke: 15
Fahrzeuge: KRFA & Carfs , MTFA , RLFA2000 
Weitere Kräfte:


Art: Brandeinsatz 

Einsatzbericht:

Am 19.05.2021 um 17:26 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Steinhaus mit der Sirene zu einem Einsatz wegen einer Rauchentwicklung im Zwischenangriff Fröschnitz des Semmeringbasistunnel alarmiert. Um 17:35 Uhr trifft das RLFA der Feuerwehr Steinhaus bei der Tunnelbaustelle ein und beginnt bei den Schachtanlagen mit der Errichtung der Einsatzleitung. Gleichzeitig hat sich auch der Feuerwehrkommandant in die Sicherheitszentrale begeben um die erste Erkundung gemeinsam mit dem Bauleiter der ARGE mithilfe von Detektoren, Messgeräten und Videos durchzuführen.

Bei der Erkundung wurde festgestellt, dass im Bereich des Bohrkopfes der Tunnelvortriebsmaschine 1 am Streckengleis 2 Ost eine Rauchentwicklung sichtbar war.

Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits alle Vortriebsmitarbeiter die beiden Streckenröhren Ost verlassen. Es war also keine unmittelbare Gefahr in Verzug. Die Rauchentwicklung entstand wahrscheinlich durch eine chemische Reaktion von einem 2 Komponentenschaum. Dieser 2 Komponentenschaum wird ca. 5 Meter vor bzw. über dem Bohrkopf im Gestein eingebracht um den Berg zu sichern. Um einen sicheren Bereich herstellen zu können wurde durch die Einsatzleitung beschlossen mehrere Gasmessungen in den Quer- und Längskavernen durchzuführen sowie den Rettungszug in Bereitschaft zu bringen. 4 Mitglieder des inneren Rettungsteams, darunter der Kommandantstellvertreter der Feuerwehr Steinhaus, begaben sich ausgerüstet mit Sauerstoffkreislaufgeräten um 17.58 Uhr unter Tage. Es wurden mehrere Messungen an verschiedenen Standorten in den Streckenröhren Ost 1 und 2 durchgeführt, welche jedoch keine erhöhten Werte ergaben.  In Abstimmung der Einsatzleitung mit dem Bauleiter wurde festgelegt das kein Löschmittel auf den Komponentenschaum aufgetragen wird da die Rauchentwicklung langsam aber stetig weniger wurde. Der restliche Rauch wurde mit der Tunnelbelüftung ausgeblasen. Sicherheitshalber wurde die Nachtschicht in der Ursprünglich betroffenen Streckenröhre abgesagt. Um 18:50 Uhr haben sich alle Kameraden des inneren Rettungsteams wieder bei unserer Einsatzleitung zurückgemeldet. Unmittelbar daraufhin haben wir den Einsatz beendet. Im Einsatz stand die Freiwillige Feuerwehr Steinhaus mit RLFA, KRF und MTF mit 15 KameradInnen.